It don't mean a thing…

Wer den Swing in sich hat, kann nicht mehr im Gleichschritt marschieren.



Eine Forschungsreise in die Geschichte vergessener NS-Verfolgter in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Moringen.

Zwei Schauspieler wollen eigentlich nur eines: Sie möchten frei und unangepasst Theater spielen, „Geschichten erzählen, die erzählt werden müssen, die Gehör verdienen, die uns alle angehen". Auf der Suche nach einem neuen Stück stoßen sie auf die „Swings" - eine fast vergessene Jugendbewegung in der NS-Zeit.

Auch die Swing-Boys und -Girls von damals wollen nur eines: Sie wollen den Swing! Ihn tanzen, ihn spielen, ihn hören, sich kleiden wie die englischen und amerikanischen Vorbilder, frei leben und eines auf keinen Fall - im Gleichschritt marschieren! „It don’t mean a thing, if it ain’t got that swing“ - das geben sie nicht auf, selbst wenn sie sich Ärger mit der Gestapo einhandeln. Selbst wenn ihnen Festnahme und Jugend-KZ drohen.

Aus ihrem Alltag heraus begeben sich die beiden Schauspieler auf Spurensuche. Während sie immer wieder eingeholt werden - vom täglichen Kampf ums finanzielle Überleben über ein kaputtes Auto bis hin zu einem ständig klingelnden Telefon - tauchen sie ein in die Geschichte der „Swings" und der sie verfolgenden Nationalsozialisten. Sie schlüpfen in die Rollen von Swing-Boys, Hitlerjungen und Gestapo-Offizieren. Sogar innere Zustände, wie Unzufriedenheit oder Angst, lassen sie als schräge Figuren sichtbar werden. Die verschiedenen Ebenen fließen immer mehr ineinander, bis das Gestern der „Swings" und das Heute der beiden Schauspieler fast nicht mehr zu trennen sind.

Eine Auseinandersetzung mit Jugend, Widerstand, aufstehen und die Welt verändern - mit den Mitteln des Theaters … und mit zwei linken Füßen. Swing Heil! Wer den Swing in sich hat, kann nicht mehr im Gleichschritt marschieren!


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Pressestimmen

Das Ensemble traf den Nerv der Schüler ... Eine mit viel Beifall bedachte Vorstellung ... in der bis auf den letzten Platz gefüllten Mensa ... (HNA)

In dem von Veronika Wolff geschaffenen Theaterstück fand berührend Auseinandersetzung statt. Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und menschlichem Schicksal auf seinen verschiedenen Ebenen. Doch anders als bislang üblich wurde diese Auseinandersetzung vom Swing getragen, der Leichtigkeit und Witz zu tragenden Elementen machte. Bittere Erkenntnis und der Löffel Zucker dazu ... Locker und sichtlich geübt sprangen die beiden personifizierten Schauspieler professionell von Rolle zu Rolle ... in dieser grandios lebendigen Inszenierung ... (Theaterkritiken München)



Ein Theaterstück von Veronika Wolff.
Premiere: 8. Mai 2015, Einstein Kultur München
Es spielen: Dominik Burki und Niels Klaunick
Regie: Veronika Wolff
Kostüme: Katharina Schmidt
Bühne: Niels Klaunick
Tanz: Pia Kolb
Assistenz: Farina Simbeck
Grafische Gestaltung: Kathi Reidelshöfer
Fotos: Severin Vogl
Ab Mai 2015 buchbar, 2 Schauspieler, ca. 80 Minuten, Spielfläche 6 x 5 m
Preis auf Anfrage + Tantieme + Übernachtung + Fahrspesen + Gema, USt. befreit


Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München und der Richard Stury Stiftung.